Deep Purple + Jefferson Starship in der Gruga-Halle Essen // ONE MORE TIME-TOUR

Link zu dem Trailer „=1“ EQUAL ONE - Deep Purple
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Zu jedem Konzert von Deep Purple gehört natürlich auch ein Support und dieser trug in Essen den Namen JEFFERSON STARSHIP. Von der ursprünglichen Gruppe, die 1974 gegründet wurde - also auch bereits 50 Jahre im Geschäft ist - steht nur noch David Freiberg auf der Bühne. In Essen standen neben ihm Cathy Richardson (Gesang, Gitarre), Donny Baldwin (Schlagzeug), Jude Gold (Lead-Gitarre) und Chris Smith (Keyboards). Die Gruppe präsentierte eigene Songs (z..B. Sara, We built this City u.a.), die auch dem jüngeren Publikum nicht unbekannt sein dürften und heute noch ab und an im Radio zu hören sind. Diese Bekanntheit trug dazu bei, dass Jefferson Starship die Aufgabe als Support hervorragend meisterte. Allesamt bewiesen sie sich als waschechte Profis, die ihr Handwerk verstehen. Das Publikum war begeistert und wurde von Beginn an auf den Abend eingestimmt. Dem einen oder anderen Besucher verging die Zeit für zum Umbau der Bühne viel zu schnell. Oder anders herum: die Zeit für den Umbau war ihnen zu lang.
DEEP PURPLE, "=1" - das aktuelle Album
Im Juli diesen Jahres erschien das neue Deep-Purple-Album auf dem Markt. Das Album schlicht in weiß gehalten mit dem kurz und knappen Titel „=1“ - oder EQUAL ONE - wird bei youtube mit dem offiziellen Video zu dem Song „Lazy Sod“ vorgestellt. Einen Einstieg in den Abend fanden die Gastgeber mit ihrem Stück „Highway Star“, womit sie bewiesen, dass sie nicht zum alten Eisen gehören. Aus dem aktuellen Album wurden 6 Stücke gespielt, u.a. Lazy Sod, Nowyou are Talkin`, Portable Door. Aus Deep Purple in Rock wurde neben anderen Into The Fire, Black Night, Uncommon Man präsentiert. Im Publikum fanden sich überraschend viele junge Fans, obwohl die Stars bis auf den Gitarristen Simon McBride - der als Ersatz für Steve Morse an Bord geholt wurde - nicht unbedingt zu den jungen Hüpfern gerechnet werden. Morse war aus der Band ausgestiegen, weil seine Frau schwer erkrankt ist. McBride ist ein durchaus würdiger Nachfolger von Morse, obwohl er erst 1979 das Licht der Welt entdeckte. Frontman Ian Gillan feierte im August seinen 79. Geburtstag. Der Bassist Roger Glover ist nicht ganz 79, zupft seine Grooves aber wie ein junger Herrgott. Schlagzeuger und Gründungsmitglied Ian Pace und der Keyborder Don Array sind beide Jahrgang 1948. Der Neuzugang hat also das Durchschnittsalter ein wenig nach unten korrigiert. Der Trend zu jüngeren Fans ist nicht neu, eine Erfahrung die mir bei mehreren Konzerten in den vergangenen Jahren aufgefallen ist.
Jedenfalls hat Deep Purple auf der (diesjährigen) Farewelltour nochmal so richtig aufgedreht und gezeigt, dass sie wissen, was Rock ist und wie er gespielt wird. Neben Stücken aus dem neuen Album wurden natürlich altbekannte Songs dabei. Enttäuschte Besucher habe ich nicht entdecken können, alle sahen glücklich und zufrieden aus. Auch wenn Ian Gillan noch immer über eine gute Stimme verfügt, werden eingeschworene Fans auf „Child In Time“ live verzichten müssen. Die hohen Töne aus dem letzten Jahrtausend bekommt er nicht mehr hin - SCHADE -
Ob es eine Abschiedstour von der Abschiedstour geben wird? Bleibt abzuwarten!
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Text und Bild: Jürgen Körting (c)
